Weihnachtsmarkt auf dem Pfingstberg

Weihnachtsmarkt auf dem Pfingstberg

Potsdam ist für mich die „kleine Schwester“ der großen Hauptstadt, für viele Berliner aber jwd: janz weit draußen. In der Vorweihnachtszeit aber ist die Stadt besonders stimmungsvoll. Sonst schlendere ich immer gern über den Weihnachtsmarkt in der Altstadt oder war auch schon in dem kleinen Weihnachtsdorf auf dem Krongut Bornstedt. Dieses Jahr aber habe ich mir ein „höheres“ Ziel für meine Dosis Weihnachtszauber gesetzt.

Zum zweiten Mal gibt es jetzt auch vorweihnachliche Stimmung im Schloss Belvedere auf dem Pfingstberg. Und der ist  mit 76 Metern über dem Meeresspiegel die höchste Erhebung Potsdams. Und zu allen Jahreszeiten sehenswert.

Neben dem Weihnachtsmarkt, der nur an diesem Adventswochenende statt findet – von 11 bis 19 Uhr – habt ihr nach dem Aufstieg auf den Pfingstberg und dem Meistern der kleinen, engen Wendeltreppen hinauf auf die zwei Schlosstürme einen traumhaften Blick über Potsdam.

Mich begeistert auch immer wieder die Architektur von diesem wunderschönen Gebäude, das einst von der königlichen Familie für Teestunden genutzt wurde. Heute aber könnt ihr dort noch bis 19 Uhr ein anderes Heißgetränk zu euch nehmen. Und wem der Sinn nicht nach Glühwein steht, findet an den vielen kleinen Ständen sicher etwas anderes. Neben den Leckereien gibt es auch tolle Handwerkskunst zu bestaunen. Wer also auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken ist, wird vielleicht hier das Passende finden. Ich konnte mich kaum entscheiden zwischen einer kleinen Keramikvase oder Porzellanschale… und habe mich gestern außerdem durch leckeren Honig aus Berlin und Bratapfel-Likör probiert.

Besonders schön ist es auf dem Weihnachtsmarkt um die blaue Stunde herum. Bisher hatte ich das Schloss nur im Hellen im Frühjahr und im Sommer erlebt, was natürlich zum Fotografieren der vielen kleinen architektonischen Besonderheiten perfekt ist. Aber ein Weihnachtsmarkt ist doch eigentlich erst so richtig stimmungsvoll, wenn es draußen langsam dämmert.

Im Maurischen Kabinett gibt es drinnen – hier ist es auf jeden Fall ein paar grad wärmer –  weihnachtliche Märchen. Aber nicht nur Familien mit kleinen Kindern sollten den wirklich besonderen Weihnachtsmarkt besuchen. Tatsächlich ist der Ort wunderbar für einen Ausflug mit der Familie oder Freunden. Und Romantiker sollten sich eine der kleinen Nischen suchen! Denn die Steinbänke sind nicht nur mit warmen Fellen ausgelegt, über euch schwebt dann zufälligerweise ein Mistelzweig…

Man kommt übrigens nur zu Fuß hinauf zum Belvedere, nicht mit dem Auto. Und für den Weg hinab empfehle ich unbedingt eine Taschenlampe.

Ich wünsche euch einen schönen ersten Advent und eine besinnliche Vorweihnachtszeit. In diesem Sinne, vorweihnachtliche Grüße aus Potsdam!

Eure Rieke

Die Kommentare sind geschloßen.